Wie entsteht eigentlich ein starkes Gründungsökosystem?
Genau dieser Frage widmete sich gestern die „GÖSe – Infoveranstaltung zum Gründungsökosystem Segeberg“ in Henstedt-Ulzburg, an der wir auch mit GATEWAY49 teilgenommen haben. Zum Auftakt begrüßte Till Gottstein von der Wirtschaftsentwicklung Kreis Segeberg – WKS die zahlreichen Akteure aus Wirtschaft, Gründungsberatung, Finanzierung, Bildung und Entrepreneurship. Schon die Vorstellungsrunde zeigte: Im Kreis Segeberg gibt es viele engagierte Menschen und Organisationen, die Gründer:innen unterstützen. Maßgeblich geht es zukünftig darum, diese Kräfte noch besser miteinander zu verbinden.
Dr. Matthias Wallisch vom RKW Kompetenzzentrum gab einen spannenden Einblick in die Frage, was ein Gründungsökosystem eigentlich ausmacht und warum es mehr braucht als einzelne Beratungs- und Förderangebote.
Wie sich ein solches Ökosystem konkret im Kreis Segeberg entwickeln könnte, zeigte Till Gottstein mit Blick auf die regionalen Stärken und zukünftigen Entwicklungen; von der bestehenden Infrastruktur rund um A1 und A7 bis hin zu den möglichen Chancen durch den Ausbau der A20.
Auch digitale Lösungen spielen eine wichtige Rolle: Thomas Tucker von PCT digital GmbH stellte mit Startuphafen.sh die Plattform vor, die eine sichere Online-Gründung in nur zehn Minuten ermöglicht. Bereits mehrere Kreise, darunter Nordfriesland, Dithmarschen und Stormarn, sowie die Stadt Flensburg sind angebunden; erste Gespräche über eine Einbindung des Kreises Segeberg laufen ebenfalls.
In einer Best-Practice-Session präsentierte Nina Bergner von der KielRegion die Ergebnisse der vergangenen drei Jahre sowie erfolgreiche Formate wie das Gründungsportal, den Gründungscup und den Startup Guide.
Dr. Elisabeth Wenzel stellte das StartUp-Accelerator Programm GATEWAY49 vor, das bereits mit dem Satelliten-Standort in Norderstedt seit 2023 im Kreis Segeberg Gründer:innen aktiv unterstützt.
Weitere Impulse kamen von Carsten Pählke (in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung stattfand) zu ihrem Angebot im Bereich Personalmanagement und insbesondere Gründungsberatung sowie von Chuck Henjes zur Gründungswerft und deren Grassroots-Ansatz, Gründer:innen niedrigschwellig und lokal zu vernetzen.
Zum Abschluss wurde der nächste wichtige Schritt angekündigt: Am 18. November geht es im Workshop darum, vom gemeinsamen Austausch in die konkrete Planung und Umsetzung zu kommen.
Denn eines wurde deutlich: Ein Gründungsökosystem entsteht nicht auf dem Papier. Es entsteht durch zentrale Akteure, die sich vernetzen, Wissen teilen und dies auch operativ umsetzen. Vielen Dank an Till Gottstein für die Möglichkeit, GATEWAY49 vorzustellen!









