GET2KNOW our StartUps | cBerry
Wer steckt eigentlich hinter den Teams im aktuellen GATEWAY49-Batch? In unserer neuen Reihe GET2KNOW our StartUps geben wir Einblicke in die StartUps unseres Accelerator-Programms – ihre Visionen, Technologien und die Menschen dahinter. Heute stellen wir cBerry und die Gründer Konrad Papendieck und Andreas Schuster vor.
Bordelektrik im Camper heißt bis heute häufig: Sicherungskasten, Relais, Kabelbaum und Rätselraten im Fehlerfall. Genau hier setzt cBerry an: Das StartUp entwickelt ein modulares Ökosystem, das Stromkreise steuert und überwacht und sich per App konfigurieren und aktualisieren lässt.
Camper-Elektrik neu gedacht
Für cBerry geht es dabei um mehr als eine technische Weiterentwicklung. Das Team möchte Camper:innen mehr Unabhängigkeit und Transparenz im Umgang mit ihrer eigenen Fahrzeugelektrik ermöglichen.
„Freiheit endet dort, wo man Hilfe braucht. Genau das passiert bei der Camper-Elektrik: undurchschaubar, ohne Diagnose, im Fehlerfall ein Fall für den Fachmann: irgendwo im Nirgendwo. Wir wollen, dass jeder sein System selbst versteht, selbst baut und im Zweifel selbst repariert.“
Mit dem modularen System von cBerry soll genau das möglich werden. Die Elektrik wird übersichtlicher, lässt sich überwachen und kann über eine App konfiguriert und aktualisiert werden. Damit möchte das Team eine Lösung schaffen, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch für Nutzer:innen verständlich und flexibel bleibt.
Vom funktionierenden Prototyp zum Geschäftsmodell
Technisch war sich das Team bereits sicher, als es bei GATEWAY49 gestartet ist. Die Herausforderung lag vielmehr in allem, was rund um das Produkt notwendig ist, um daraus ein erfolgreiches Unternehmen zu machen.
„Unser Ziel war, aus einem funktionierenden Prototyp ein Geschäft zu machen: mit belastbarer Zielgruppe, Preis und Vertriebsweg statt Bauchgefühl.“
Dabei unterstützen cBerry vor allem die fokussierten Workshops, das Mentorennetzwerk und die klaren Meilensteine innerhalb des Accelerator-Programms. Auch die regelmäßige Überprüfung der eigenen Lieferergebnisse hilft dabei, die nächsten Schritte konsequent anzugehen. Zusätzlich konnte das verfügbare Budget den Handlungsspielraum des Teams erweitern.
Ein starkes Netzwerk für viele Fragen
Auch das Netzwerk von GATEWAY49 ist für cBerry ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung. Gerade bei einem Hardware-Produkt entstehen viele Fragen, die über die reine Produktentwicklung hinausgehen, von Validierung und Konformität bis hin zu passenden Service-Dienstleistungen.
„Es finden sich zu jedem Thema Leute, die bereit sind zu helfen. Bei uns konnten wir viele Punkte zur Validierung, Konformität, aber auch zur Gestaltung von Service-Dienstleistungen um das Hardware-Produkt herum adressieren und voranbringen.“
Dabei kommt Unterstützung nicht nur von den Mentor:innen. Auch die anderen StartUps im Batch bringen ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen ein.
„Getragen wird das von dem Drive aller, woraus wir sehr viel Energie für uns ziehen.“
Nächster Meilenstein: Raus in den Markt
Für die kommenden zwölf Monate hat sich cBerry konkrete Ziele gesetzt. Das Produkt soll CE-zertifiziert sein, der eigene Webshop live gehen und mehrere hundert Systeme sollen bereits in Fahrzeugen unterwegs sein.
„In zwölf Monaten sind wir im Markt: CE-zertifiziert, Webshop live, mehrere hundert Systeme in Fahrzeugen unterwegs. Das eigentliche Ziel dahinter ist der Beweis, dass unsere These trägt: Selbstausbauer sind bereit für Transparenz und Diagnose zu zahlen und ihr System erweitern statt ersetzen.“
Wenn sich diese These bestätigt, wartet bereits der nächste Markt: die Camper-Manufakturen. Denn auch dort besteht ein wiederkehrender Bedarf an flexiblen und einfach handhabbaren Lösungen für die Fahrzeugelektrik.
Ein Rat an andere Gründer:innen
Auch anderen Gründer:innen in Schleswig-Holstein geben Konrad Papendieck und Andreas Schuster einen wichtigen Ratschlag mit auf den Weg:
„Sprecht frühzeitig mit euren Kunden. Ein Messestand mit Fragebogen hat uns mehr gebracht als Monate Vermutungen. Holt euch Hilfe wo ihr nicht weiter kommt oder keine Erfahrung habt. Wir dachten lange, wir bräuchten erst etwas Vorzeigbares. Das war falsch, gerade am Anfang ist der Blick von außen am meisten wert.“
Wir freuen uns darauf, cBerry auf dem weiteren Weg zu begleiten und sind gespannt, wie das Team die Camper-Elektrik transparenter, smarter und selbstbestimmter macht! 🚐🔋











